Dienstag, 15. Oktober 2013

Wie aus der kleine Maus ein Kita-Mädchen wird - unsere Eingewöhnung

Die Abgewöhnung von mir, bis hin zur Eingewöhnung in eine andere Betreuung hat schon weit vorher angefangen, bevor ich das Arbeiten begonnen habe.

Im Juli haben wir damit begonnen, dass ich immer wieder mal weg war. So saß ich vormittags in der Stadt rum und die kleine Maus war allein mit ihrem Papa daheim. Oder sie war ein paar Stunden bei der Oma.
Am 1. August war meine Elternzeit zu Ende und ich hatte meinen ersten Arbeitstag. Meine Mama holte uns beide ab und fuhr mich in die Arbeit. Die ersten Abschiede waren wirklich schlimm - vor allem für mich.
Aber dazu habe ich schon mal geschrieben.

Am 2 September ging es dann mit der Kita-Eingewöhnung los. Meine Mama ist mit Emily die ersten Tage, 2-3 Stunden dort gewesen. Sie durfte sich ganz langsam rantasten an die Betreuerinnen und den Krippenalltag. Ab dem zweiten Tag blieb die kleine Maus schon alleine zum Mittagessen. Das fand sie von Anfang an toll. Zusammen mit den anderen zu essen. Nach ungefähr einer Woche beschloss meine Mama alleine und spontan das mein Papa sie hinbringt.  (Meine Mama hat genau die selbe Art, hängt sehr an Emy und ihr würde es genauso schwer fallen zu gehen, falls sie weint). Am ersten gemeinsamen Tag blieb er noch eine Stunde dort. Hat sich dann aber verabschiedet und Emy blieb ganze 3 Stunden dort. Das lief so gut, dass sie die nächsten Tage auch ganz alleine blieb, dass immer von 9-12. Der nächste Schritt war der Mittagsschlaf. 

Vor diesem Part hatte ich am meisten Angst. In der Kita gibt es einen abgedunkelten Raum mit Reisebetten. Und daheim schlief die Maus nur mit stillen und in meinem Bett.  Bei der Oma schlief sie mittags auch zusammen mit ihr im Bett. Meistens macht man sich vorher riesige Sorgen und dann läuft doch alles super. Beim ersten Mittagsschläfchen in der Kita schlief sie auf dem Arm ihrer Lieblingsbetreuerin ein. Sie konnte sie dann ins Bett legen und schlief dann weiter. Mittlerweile legen sie Emy ins Bett und streicheln sie ein bisschen, solange bis sie einschläft.

Ja ich hatte wirklich riesige Angst vor der Eingewöhnung.  Auch der Gedanke, dass ich nicht dabei bin, fand ich schrecklich. Aber ich hab mir zu viele Gedanken gemacht es lief wirklich super. Emy hat Spaß in der Kita. Es gibt Tage da weint sie beim hinbringen. Aber man hat nur den Raum verlassen. Und schon hat sie sich beruhigt. Wenn man sie dann abholt, strahlt sie einen an und kommt angerannt.

Jetzt wird sie in der Früh um halb 8 hingebracht meistens vom Papa oder der Opa springt ein. Isst Mittag, macht Schläfchen und ich hol sie direkt nach der Arbeit um 3 ab. Dann hab ich eine glückliche ausgeschlafene Maus. Und wir verbringen den Rest des Tages zusammen.
Um 9 geh ich dann meistens gleich mit ihr schlafen.

Das war unsere Kita-Eingewöhnung.  
Wem ging es genauso? 
Was sind eure Erfahrungen mit Eingewöhnung in die Krippe oder KiGa?

Kommentare:

  1. Ach, das klingt doch schön! Hat doch alles prima geklappt. Und ja, ich hatte auch so Angst vor der SChlafsituation. Komisch, dass das so ruckzuck klappte. Bei deiner ja scheinbar auch! :) Ich sehe die Tagesmutter ja mittlerweile als Bereicherung an. Kalea lernt so viel. Manchmal kommt immer noch ein kleines Zweifeln, weil Kalea schlecht drauf ist oder so. Das kann ein Mutterherz einfach nicht abschalten, gell!?

    Liebe Grüße
    Tanja

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  2. Klingt nach einer super gelungenen Eingewöhnungszeit :)
    Schön sowas zu lesen, ich hatte dieses Jahr 5 Eingewöhnungen, von problemlos toll bis sehr kompliziert.
    Hab echt fast Angst wenn ich irgendwann ein Kind habe und Eingewöhnung machen muss, ist glaub ich echt anstrengend, also für und ja auch aber wenn ich mir das dann so versuche als Mami vorzustellen...

    www.kamerakind.blogspot.de

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  3. schön dass es so super geklappt hat. Ich bin da glaub ich noch viel extremer, Jona wird im Dezember schon 2 Jahre und er hat noch NIE bei jemand anderem übernachtet und so langsam kriege ich Angst, denn Opa und Oma erwähnen schon öfters mal "bald übernachtest du bei uns" einerseits freut es mich ja, dass sie ihn gerne bei sich haben wollen und er auch gerne bei ihnen ist, aber über NACHT??? AAhhh ich glaube ich würde gar nicht schlafen können, würde mir die ganze zeit gedanken machen wie es ihm geht, wie er schläft, ob er weint, ob er es spürt, dass ich nicht da bin!?!? hhmmm...

    Und warst du noch beim Aldi? gab es noch die Schuhe? :-))
    Liebste Grüße
    Lydia

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  4. Ich hoffe, du schaust ab und zu noch hier vorbei. Denn ich musste ehrlich weinen. Immerhin war ich die Frau auf der anderen Seite, die die Eingewöhnung mitbekommen hat. Ich weiß noch wie sie geweint hat, als ich sie gefragt hat, ob sie auf meinen Arm will. Und ich weiß noch, dass ich kein Kissen zwischen mich und ihren Kopf legen durfte, weil sie dann auch geweint hat. Und was mir am heftigsten im Gedächtnis geblieben ist, als ich sie einmal nicht auf den Arm nehmen sollte, weil sie im Gegensatz zu einem anderen Kind schon treppensteigen konnte. Sie hat so herzzerreisend geweint, dass ich am liebsten mit geweint hätte. Ich weiß, sehr professionel...
    Ich vermisse die kleine Maus sehr! Ich bin aber auch sehr froh euch als Familie kennen gelernt zu haben!

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